Pfarrkirche Assach

Pfarrkirche Assach im Jahre 2007

 

Altar der Pfarrkirche Assach

Altar der Pfarrkirche Assach

 

Votivbild aus der Pestzeit

Votivbild aus der Pestzeit (1720 - 1730)

 

Votivbild der Pfarrkirche Assach

Votivbild vom Brand in Assach 1749, gemalt von Johann Pöttschnickh aus Admont

Pfarrkirche Assach

Lage der Kirche. Am nördlichen Ortsrande von Assach erhebt sich knapp neben der den Ort durchquerenden Fahrstraße die geostete und von einer steinernen Mauer umgebene Pfarrkirche zum hl. Nikolaus.

 

Erbauungszeit der Kirche. Nach Aufzeichnungen in mehreren Inventarien des Assacher Pfarrarchivs soll das Presbyterium (Altarraum) im Jahre 1540 und das Kirchenschiff um 1750 erbaut worden sein.

 

Vermutlich wurde der Chorraum der Pfarrkirche von Assach bereits im 15. Jahrhundert errichtet. Der Bestand der Kirche am Beginn des 16. Jahrhunderts ist sicher bezeugt durch eine Altarweihe am 4. August 1520 durch den Chiemseer Bischof Berthold Pürstinger.

 

Der Kirchenbau und seine Einrichtungen. Ein rundbogiger Chorscheidebogen trennt das Kirchenschiff vom eingezogenen niedrigen Chor. Dieser ist 2jochig mit 5/8 Schluss und einem Netzrippengewölbe. Im Chorraum sind 5 zweizeilige, einfache Maßwerkfenster. Das einschiffige Langhaus ist von einer Flachtonne überwölbt und mit 3 südlichen und 2 nördlichen Fenstern (moderne Verglasung) versehen. An der Empore sind außerdem noch je ein südliches und ein nördliches Fenster mit Schmiedeeisengitter und Butzenscheibenverglasung, sowie an der Westseite zwei kleinere Fenster vorhanden.

 

Innenausstattung der Kirche. Dreigeschossiger Hochaltar aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, Mensa und Tabernakel jedoch neu (1891 konsekriert). Altarbild hl. Nikolaus (Öl auf Holz), Aufsatzbild hl. Sebastian (Öl auf Leinwand). Holzstatuen: links hl. Johannes Ev., rechts hl. Paulus. Am Altaraufsatz zwei Engel.

 

Linker Seitenaltar: viergeschossiger Altaraufbau aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. An Stelle des Hauptbildes flacher Glasschrein mit Vesperbild. Altaraufsatz zweigeteilt. Unten Erzengel Michael, oben Mariazeller Muttergottes. Holzstatuen: im Hauptgeschoss links hl. Christophorus, rechts hl. Markus; im Aufsatz links hl. Barbara, rechts hl. Katharina (sämtlich um 1750). 

 

Rechter Seitenaltar: zweigeschossiger Altaraufbau aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, Mensa aus Rotmarmor mit weißen Säulen, Ende 19. Jahrhundert. Tabernakel Ende 18. Jahrhundert. Altarbild hl. Barbara (Öl auf Leinwand). Darüber hl. Josef Nährvater (Öl auf Holz). Beide Bilder 1. Hälfte 18. Jahrhundert. Holzstatuen: 2 Tabernakelengel von Johannes Fortschegger aus Mitterndorf (1793). 

 

An der nördlichen Langhauswand Schutzmadonnenbild aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

 

An der südlichen Langhauswand Votivbild zur Erinnerung an den Brand in Assach im Jahre 1749 angefertigt von Johann Pöttschnickh, gebürtiger Admonter.

 

Kirchenbänke und Chorbrüstung von Tischlermeister Kotrasch in Haus 1913 angefertigt.

 

Orgel von Karl Billich, Orgelbaumeister aus Graz (1877).

 

Im Sakristeischrank (1791) Holzplastik des auferstandenen Heilands (1790) von Johannes Fortschegger.

 

Glocken: 2 von der Firma Johann Graßmayr in Innsbruck gegossene Bronzeglocken aus dem Jahre 1949. Die dritte Glocke wurde im Jahre 1924 von Ernst Szabo in Graz gegossen. 

 

Text aus "Aich-Assach und Gössenberg, Geschichte und Gegenwart" von Walter Stipperger.